Montag, 16. März 2015

alles natur

Wenn wirklich gar nichts mehr geht ist man ja meist erst bereit den nächsten Schritt zu tun. Das mir das in puncto Pflegeprodukte auch mal so gehen sollte, hätte ich wirklich nicht gedacht. Aber ich hatte es satt. Eine Creme nach der anderen und die Haut ist immer noch genauso trocken und spröde wie vorher. Besonders ärgerlich die Kombination teuer und zwecklos! Zudem kommt mit fortgeschrittenem Alter auch noch der Gedanke: was ist da nun alles drin? Konservierungsstoffe, Erdöl, Silikone, Aluminium....nicht gut.

Der erste Schritt war also ein Körperpeeling. Man findet dazu unzählige Rezepturen im Netz und die Zutaten sind wirklich leicht zu beschaffen. Man braucht: 


Ich habe braunen Zucker (1 Tasse) gewählt, weil er einfach besser riecht. Weisser Zucker tuts aber auch. Allerdings würde ich feinen Zucker kaufen - man will die Haut ja nicht schleifen. Kokosöl (1/2 Tasse) findet man im Reformhaus, dazu Meersalz (2 EL) und in meinem Fall können die Orangenzesten durch jeden anderen "Duft" ersetzt werden - auch als ätherisches Öl. 

Zunächst wird das Kokosöl im Wasserbad gelöst - nicht erhitzen, nur auflösen! (Es heisst zwar KokosÖL ist aber in der Konsistenz zunächst hart). Wenn es flüssig ist, das ganze vom Herd nehmen und zunächst das Salz, die Hälfte des Zuckers und den "Duft" zugeben. Einige Male umrühren. Das Kokosöl wird nun langsam wieder erkalten und fest werden. Nach und nach den restlichen Zucker unter mischen.


Das fantastische an diesem Peeling ist, dass die Haut durch das Kokosöl gleichzeitig gepflegt wird. Eincremen ist danach nur bedingt nötig. Eine weitere Variante mit grünem Teepulver (Matcha Tee) hat ebenso hervorragend funtioniert.

Nachdem dieses Peeling so gut funtioniert hat: Schritt zwei - die Körperbutter.


Dazu werden nur drei Zutaten benötigt: Shea Butter, Kokosöl und ein ätherischer Duft nach Belieben.


Ich habe das Glück diverse afrikanische Supermärkte in der Nähe zu haben. Hier wurde mir tatsächlich 100% naturbelassene Shea Butter abgewogen. Diese hat immer eine leicht gelblich-bräunliche Farbe und riecht nussig. Im Netz lässt sich diese Zutat auch einfach bestellen. Kokosöl wie oben beschrieben aus dem Reformhaus. Beides wird im Verhältnis 1:1 im Wasserbad aufgelöst. Damit die Creme am Ende auch wirklich eine cremige Konsistenz hat, muss das Ganze mit dem Handmixer aufgeschlagen werden. Aber vorsicht! Das geht nur, wenn die aufgelösten Zutaten erkalten und wieder fest werden. Also: im Wasserbad auflösen, erkalten lassen (Finger sollte reingedrückt werden können) und dann ordentlich 5min mixen und das ätherische Öl dazugeben.
FERTIG. 

Und: es wirkt! Ich creme mich nur noch 1x am Tag ein - ohne chemische Zusatzstoffe.




Mittwoch, 25. Februar 2015

zusammenfassung

Eine so lange Zeit seit dem letzten Eintrag. Nicht unfassbar - denn wo die Zeit hingegangen ist, weiss ich genau. Das Leben mit zwei Kindern will organisiert und gelebt werden und auch andere Veränderungen brauchen ein Ohr, eine Hand und viel Kraft. Das alles zu machen braucht am Ende einfach viel Zeit und die ist bekanntlich immer zu kurz. Trotzdem ist in den letzten Wochen Einiges passiert...hier eine Zusammenfassung.

Schon im Herbst hatte ich mit diesem langen Schultertuch begonnen. Ein Lochmuster sollte es sein, schlicht und flauschig. Ich bin sehr zufrieden und warm durch den Winter gekommen - der jetzt so langsam mal ein Ende finden sollte....


 Wir haben uns einen sechsfach Sitztraum erfüllt.


Mit besten Freunden Steinen aus einem Flussbett gefischt, gewaschen, sortiert und arrangiert.


Nach diesem Buch einen neuen Freund gebaut.


Mit tatkräftiger Unterstützung aller Männer im Haus hat der Haus und Hofschreiner ein wahnsinns Hochbett geschreinert, das mich jeden Morgen aufs neue mit der Frage beschäftigen lässt, ob ein Bett wirklich "gemacht" sein muss.


Wir haben Karneval gefeiert und ich habe (verkleidungsfaul wie ich bin) endlich eine Kopfbedeckung genäht, mit der ich mich wohl fühle. Müssig ist zu sagen, dass wir nach drei Umzügen quasi in Kamelle baden können...


Anstatt zu nähen haben wir gemeinsam den Pinsel geschwungen. Ein Projekt bei dem mir mal wieder aufgefallen ist, wie kostbar gemeinsame Zeit mit nur einem Zwuckel ist...


Wir haben ein Jahr mit miniMaus gefeiert, die von vier Kavallieren mit wunderschönen Blumen überrascht wurde und überhaupt nicht mehr mini ist, sondern....


...mit ihren Patschehändchen fröhlich den Laufwagen vor sich herschiebt und vor der niemand mehr sicher ist.


Für die kommende Zeit an frischer Luft haben wir ein tolles Buch entdeckt. Endlich mal schöne Projekte für bastelwütige Mamas und deren Söhne. Ein Projekt ist schon begonnen, bedarf allerdings einer Testphase, die erst bei Sonne und wärmeren Temperaturen starten kann.


Soviel zu den letzten Wochen. Für die Zukunft habe ich gelernt, dass man wirklich wahnsinnig viel nähen und basteln kann. Wenn die Zeit aber so knapp ist, muss man sich einfach fragen was man schafft und was vielleicht auch im Moment einfach unnötig ist.
 
 



Samstag, 22. November 2014

alle jahre wieder..

... stehen diese 24 Türchen vor mir und ich frage mich, wie ich sie sinnvoll füllen kann. Während es letztes Jahr 24 Kleinigkeiten gab, die mit Zucker kombiniert einerseits im Magen und andererseits in irgendwelchen Schachteln und Beuteln verschwunden sind, gibt es dieses Jahr einen anderen Plan. Es wird vorrangig gebastelt. Da gibt es unter anderem alle Zutaten für einen Reentier-Anhänger...


...ein Tannenbaum-Puzzle...


....eine Packung Fimo light... zum formen etc.


Eine Tasse zum selbst bemalen und Kakao schlürfen.


Alle Materialien für eine Schüttelkugel....


... und auch kleine Scachteln, mit denen dann ordentlich gebaut wird.


Und zwar nach diesem Buch. Momentan der absolute Hit und auch wirklich lohnenswert.


Somit haben die Türchen einen Sinn und der Inhalt führt zudem zu Beschäftigung an kalten, dunklen Nachmittagen. Wer noch Ideen sucht oder Anleitungen benötigt, sollte einen Blick auf Pinterest werfen. Da gibt es massenhaft Inspirationen.



Mittwoch, 12. November 2014

MMM...heute in flauschigem Flaschengrün

Dieser Pulli war mal wieder ein Schritt für Schritt Projekt. Geplant war ein langer Pulli mit Bund, der dann zu Leggins und Stiefeln passt. Gemütlich, warm und unkompliziert. Hat auch geklappt, aber getragen habe ich ihn nicht. Einfach zu viel Grün. Jetzt ist er etwas gekürzt, der Bund entfernt und ich trage ihn super gern.


Etwa so.


Ich bin kein großer Freund von Saumnähten, gerade nicht bei so weichen, perfekt fallenden Stoffen. So habe ich mir hier die Mühe gemacht alle Kanten und Säume mit einem Blindstich per Hand zu nähen.


Mehr MMM wie immer hier.

Mittwoch, 22. Oktober 2014

falscher hase...MMM

Geschafft. 
Ich wollte eine warme Fellweste, mit Kragen, in ganz schlicht. Schnittmuster dazu war mal wieder Fehlanzeige, also habe ich aus einem Schnittmuster für einen Pullover und einem Schnittmuster einer Jacke ein neues Schnittmuster gebastelt. Gerade den Kragen anzupassen war nicht ganz ohne, aber jetzt bin ich sehr zufrieden.



Nach langer, vergeblicher Suche für einen geeigneten Verschluss, habe ich am Ende Folgendes gefunden. Dieser Verschluss ist quasi nicht sichtbar und hält die Weste trotzdem da wo sie sein soll.


Mehr MMM gibts hier. 



Montag, 20. Oktober 2014

ab jetzt ungemütlich

Nachdem hier gestern ein scheinbar letzter Spätsommertag mit viel Sonne vorbei gerauscht kam, kann der kalte, ungemütliche Herbst ruhig kommen. MiniMaus ist gewappnet.


Gestrickt mit der wunderbaren Merino 120 von Lang Yarns. Eine riesige Auswahl gibt es hier.

Samstag, 27. September 2014

elastische nähte

Verzweiflung pur. Da habe ich mir diesen Schnitt für miniMaus extra als Kleidchen umgemodelt und dann verzweifle ich an der Saumnaht. Heisst: Die Nähmaschine lässt Stiche aus, der Stoff wird nach unten zum Unterfaden gezogen, alles verkrumpelt und der Faden reisst. Herrlich, genau so wollte ich das haben. Da meine Maschine eh schon einen Hau weg hatte, wurde sie zunächst fachmännisch auf Vordermann gebracht. Bei der Vorführung im Laden war dann auch alles in Ordnung. Zu Hause ging der Terz dann wieder los ... Schreiattacke. Nun weiss man ja aus Erfahrung, dass das nichts bringt. Also: Luft holen, weitermachen! Jetzt atme ich ruhiger, denn des Rätsels Lösung heisst: Seidenpapier!


Für die Saumnaht mit elastischem Stich, funktioniert das dann so: Saum umschlagen, das Seidenpapier in Streifen schneiden und unter den Stoff legen. Sprich: Seidenpapier, dann umgelegter Saum. In dieser Reihenfolge unter den Nähfuss legen. Das Seidenpapier verhindert, dass der Stoff nach unten gezogen wird und sorgt dafür, dass ein gleichmäßiger Transport des Stoffes gewährleistet ist.


FERTIG genäht sieht das alles dann so aus. Jetzt das Papier VORSICHTIG abreißen. 


Et voilà. Eine schöne gleichmäßige Stretchnaht (inklusive babypopo). Herrlich.