Mittwoch, 27. Oktober 2010

24 Ideen und Weihnachten ist FERTIG


Unter diesem Motto startet ab dem 1. November das große
fraufertig Vorweihnachtsprojekt! 

Jeden Tag wird es einen neuen Post mit einer Weihnachts-Idee geben. Es erwarten euch: Nähprojekte mit step by step Anleitungen (inklusive Schnittmustern), Bastelprojekte, Buchempfehlungen und  Shopping- sowie Online- und Materialtipps. Seid gespannt: ab dem 1. November heißt es hier:

24 Ideen und Weihnachten ist FERTIG!

Montag, 25. Oktober 2010

Kapuze & Schal

Eine Kapuze...


...und ein Schal...


...gibt einen Kaputzenschal. Für diesen Winter habe ich mir damit beides in einem genäht. Verwendet habe ich grauen Bündchenstoff und blauen Interlock-Jersey.


Das gute daran: wenn die Tage mal zu grau sind, wende ich das gute Stück.



 Leider ist mir nicht nur draußen kalt, sondern auch wenn ich Stunde um Stunde an der Nähmaschine arbeite. Am schlimmsten erwischt es dann meine Finger und obwohl ich kein großer Fan der Stulpenmode bin, sind sie wirklich eine Wohltat (was man mit alten Sweatshirts noch so alles anstellen kann...man darf doch nichts wegschmeißen). Der Winter kann kommen - ich bin gerüstet.


FERTIG.

Mittwoch, 20. Oktober 2010

malstunde

Damit hier Zeichenblock und Malstifte nicht mehr ewig rumliegen habe ich endlich eine Variante der "Eingesackt" Beutel für unser zu Hause genäht.


Der Zeichenblock kommt oben rein und das neue Mäppchen passt in die vordere Tasche.



FERTIG.

Freitag, 15. Oktober 2010

step by step "hoch hinaus"...

Eines der Dinge, die in meinem Haushalt leider ständig gewaschen werden müssen, ist der Sitzbezug unseres Stokkes Kinderhochstuhl. Damit der kleine Herr aber während der Trockenzeiten nicht unbequem sitzen muss, habe ich ein paar Wechselgarnituren genäht.  Neben dem hier gezeigten Exemplar gibt es auch eines aus Wachstuch. SEHR PRAKTISCH.


Für dieses Nähprojekt werden folgende Materialien benötigt: Bezugsstoff (fester Baumwollstoff), Innenfutter (z.B. Volumenvlies oder ein Stück einer alten Fleecedecke)

Schnittmuster erstellen: Wenn bereits ein Sitzbezug vorhanden ist, kann dieser hervorragend als Vorlage verwendet werden (wenn nicht, sind die benötigten Maße im dritten Bild eingezeichnet).


Den Sitzbezug mit der unteren Seite nach oben auf eine Pappe legen. Maßband oder Lineal so anlegen, dass eine Nahtzugabe von 1 cm entsteht. Die gesamte Umrandung des Sitzbezuges auf die Pappe zeichnen. Nun die Höhe der beiden Laschen messen und  jeweils 1 cm als Nahtzugabe dazurechnen, zeichnen sie diese Höhe in ihre Umrandung ein (ich habe die Höhe der rechteckigen Lasche vergrößert um auch bei nicht perfekter Passform trotzdem eine gute Spannfestigkeit des Sitzbezuges zu erreichen). Das Ergebnis der Zeichnung sollte so aussehen:


Um nun die drei benötigten Schnittteile zu erhalten muss die im Bild eingezeichnete obere Lasche mit der Wölbung, sowie die untere Lasche auf eine extra Pappe kopiert werden. Nun alle Teile ausschneiden. Sie sollten folgende Schnitteile erhalten:


Mit Hilfe der Schnitteile (im oberen Bild mit A, B und C gekennzeichnet) können nun folgende Stoffteile geschnitten werden:  Schnitteil A: 1 x aus Bezugsstoff, Schnitteil B: 2 x aus Bezugsstoff (da eines der beiden Stoffteile B nicht zu sehen sein wird, habe ich dafür einen Stoffrest verwendet) und 1 x aus Volumenfleece, Schnitteil C: 1 x aus Bezugsstoff.


Die Schnitteile A und C an den Längskanten versäubern. Die Versäuberung nach links umschlagen, bügeln und feststeppen.


Die beiden Teile rechts auf rechts auf ein Schnittteil B legen und an den eingezeichneten Stellen schmalkantig feststeppen.


Dieses genähte Teil mit der rechten Seite nach oben hinlegen. Nach dem sandwich-Prinzip das zweite Schnittteil B (rechts auf rechts) und das Volumenvlies darauf legen und passgenau heften.


Entlang der eingezeichneten Linie die Lagen füßchenbreit feststeppen. Dabei an einer Schmalseite eine ca. 6cm große Öffnung lassen.


Nun die Nahtzugaben der Ecken kürzen (dabei nicht die letzte Naht durchtrennen)...


... und die Nahtzugaben zurückschneiden.


Den Sitzbezug durch die Öffnung wenden und alle Ecken vorsichtig nach außen drücken.


Die Öffnung mit der Hand oder der Nähmaschine schließen.


FERTIG.

Montag, 11. Oktober 2010

Pink im Herbst

Lange habe ich diesen pinken Leinenstoff aufheben müssen, weil sich keine passende Kombination gefunden hat. Jetzt im Herbst ist es soweit. Mit Schlammbraun kombiniert leuchtet er umso mehr.




Think Pink.

Freitag, 8. Oktober 2010

step by step: Siebdruck

Schon seit langer Zeit will ich Stoffe selbst bedrucken. Zwar eignet sich dazu auch die freezer paper Methode, aber gerade bei Schriftzügen, sind definitiv die Grenzen dieser Methode erreicht. Also habe ich mir ein Super All in one Value Kit von Speedball geleistet. Auf Deutsch: einen fertigen Siebdruckrahmen mit allen nötigen Materialien. Da die Gebrauchsanweisung im Kit nur auf  Englisch enthalten ist und ich doch einiges daran zu bemängeln habe, folgt hier eine step by step Anleitung.


Das Paket enthält: einen fertig bespannten Rahmen in 35cm X 25cm, Textilfarbe in Rot, Schwarz und Blau, Photo Emulsion und Entwickler, Photo Emulsion Entferner, Auffüller und Mal-Emulsion, einen Pinsel und einen Spachtel. Um einen Siebdruck herzustellen, können unterschiedliche Verfahren verwendet werden. Ich möchte hier nicht auf alle detailiert eingehen, das würde den Rahmen sprengen...


Aufgrund der ausgewählten Schriftzüge und dem Aspekt, dass ich viele Drucke benötige, habe ich mich für das Siebdruckverfahren mit Hilfe der Photo Emulsion entschieden. Wie ich feststellen musste, verlangt dieses Verfahren etwas Übung, aber gerade bei detailierten Motiven ist es das einzig Brauchbare. Das Prinzip der Photo Emulsion gleicht dem eines Films. Mit Hilfe einer Lichtquelle wird ein Motiv auf einen Film - in diesem Fall einer lichtempfindlichen Emulsion - projeziert (man erstellt ein Positiv). Beim Druck erscheinen dann die Flächen, die von der Lichtquelle nicht durchdrungen worden sind (man druckt das Negativ). Das mag jetzt alles etwas zu theoretisch klingen, aber ich hoffe die Bilder machen alles verständlich. 

Zusätzlich zu dem Starter Kit benötigt man: eine Pappe, einen schwarzen Stoff und eine Glasscheibe in Rahmengröße, vier kleine Leinwandpinns, Malerkrepp und natürlich ein Motiv. Dieses muss in Schwarz/Weiß auf Folie gedruckt sein.

Erstellen und Auftragen der Photoemulsion: Wichtig: dieser Vorgang sollte in einem abgedunkelten Raum geschehen!!! Um die lichtempfindliche Emulsion herzustellen, benötigt man die Photo Emulsion und den Entwickler (sensitizer). 


Die kleine Flasche Entwickler halbvoll mit kaltem Wasser füllen. Das Fläschchen dann wieder gut verschließen und sehr gut schütteln. Nach ca. 5 Minuten schüttet man den kompletten Inhalt des Entwicklers in die Photo Emulsions Flasche - diese verschließen und alles erneut gut schütteln. Vor dem Zusammenmischen war die Photo Emulsion Hellblau. Nach dem Mischen sollte sie eine schleimig-grüne Farbe haben.


Die Mischung so lang wie möglich verschlossen halten und den Rahmen für den Auftrag vorbereiten. Dazu auf der Rückseite des Rahmens in jede Ecke einen Leinwandpinn befestigen. Diese Pinns werden später als kleine Stelzen dienen, damit der Rahmen nicht in direkten Kontakt mit dem Boden kommt. 


Jetzt ein wenig der gemischten Photo Emulsion auf der Rückseite des Rahmens auf die Bespannung auftragen und mit dem Spachtel gleichmäßig verteilen. 


Den Rahmen umdrehen (jetzt dienen die Pinns als Stelzen) und wiederum Photo Emulsion auf die Vorderseite geben. Mit dem Schieber die Emulsion so lange verteilen, bis eine gleichmäßige Fläche entsteht. Wichtig: Nicht zu viel Emulsion auftragen! Überschüssige Emulsion kann kleine "Seen" bilden. Dann tropft die Emulsion runter und eine gleichmäßige Belichtung ist nicht gegeben! Wenn die Emulsion gleichmäßig verteilt ist, vorsichtig den Deckel auf den Rahmen stellen und über Nacht gut trocknen lassen.

Belichtung: Wenn die Emulsion trocken ist, sollten vor der Belichtung folgendes (in einem abgedunkelten Raum) vorbereitet sein: Legen sie zunächst eine Pappe aus. Diese wird am Ende als Tablett dienen und sollte zwar so groß wie der Rahmen sein, aber trotzdem noch handlich. Auf die Pappe einen schwarzen Stoff legen (verhindert Reflektion). Nun den Rahmen vorsichtig nehmen, die Pinns entfernen und den Rahmen mit der Vorderseite nach unten auf den schwarzen Stoff legen. Das Motiv umgedreht auf die Rückseite des Rahmens positionieren. Zuletzt die Glasplatte auflegen. 


Nun das Ganze vorsichtig an der Pappe hochnehmen und ans Tageslicht bringen. Es ist auch möglich mit künstlichem Licht zu belichten, aber bei mir hat es selbst an einem nebligen Oktobertag draußen gut funktioniert. Ob die Photo Emulsion reagiert und das Ganze belichtet wird, erkennt man daran, dass  sich die Farbe ändert. Die schleimig-grüne Photo Emulsion wird Petrol-Grau. Nach etwa 30 Minuten (bei direkter Sonneneinstrahlung wohl schneller) hatte sich die Farbe meiner Emulsion verändert und die Belichtung war FERTIG. Sobald dies geschehen ist, muss die Glasplatte und das Motiv entfernt werden und der Rahmen zügig ausgewaschen werden. Dazu zunächst einen starken, handwarmen Wasserstrahl (am Besten in Badewanne oder Dusche) über den Rahmen laufen lassen. 


Nach etwa 2 Minuten auf kaltes Wasser wechseln und mit der weichen Seite eines Schwamms alle überschüssigen Emulsionsreste vorsichtig entfernen. Am Ende sollte das Motiv deutlich zu sehen sein. Bevor es ans eigentliche Drucken geht, muss der Rahmen jetzt trocknen.


Drucken: Um zu verhindern, dass überschüssige Textilfarbe in die Ritzen des Rahmens läuft, diese von innen mit Malerkrepp verkleben. 


Den Rahmen auf den Stoff positionieren (da Farbe durch den Stoff sickern kann eine Pappe unterlegen), etwas Farbe auf die Bespannung geben und mit dem Spachtel gleichmäßig über dem Motiv verteilen. Bevor der eigentliche Stoff bedruckt wird, empfehle ich einige Probedrucke auf Stoffresten.



Nachdem die Farbe getrocknet ist, muss sie fixiert werden. Dazu die Dampffunktion des Bügeleisens abstellen und einen längeren Zeitraum über das Motiv bügeln. Jetzt ist der Druck:


Wie man sieht können auch "Fehler" oder "Unregelmäßigkeiten" im Druck durchaus attraktiv sein. Der Rahmen ist natürlich mehrfach verwendbar. Mit dem Photo Emulsions Entferner, kann das gesamte Motiv entfernt und ein Neues aufgetragen werden. Was ich mit den bedruckten Stoffen genäht habe, kann leider erst nach Weihnachten verraten werden...

 

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Inspiriert, aber ohne Schnittmuster...

Vor einigen Wochen habe ich aus dem CUT Magazine (Ausgabe Nr.3) den Starschnitt verwendet, um mir aus Sweatstoff ein big shirt zu nähen. Von der Technik dieses Schnittes inspiriert, wollte ich einen Kinder-Sweater nähen. Wie so oft war kein Schnittmuster in Reichweite und so habe ich ein bereits vorhandenes Longsleeve als Vorlage verwendet, welches den Schnittteilen der CUT-Nähanleitung entsprach. Der heutige post zeigt, wie einfach es im Grunde ist, eine Idee auch ohne Schnittmuster zu verwirklichen.


Um die Schnittteile zu extrahieren, lege ich Transparentpapier auf die entsprechenden Teile (in diesem Fall durch die Zweifarbigkeit des Longsleeves gut zu erkennen) und übertrage zunächst die Ränder entlang der Nähte. Um später ein symetrisches Vorder- und Rückenteil  zu haben, lege ich diese beiden Teile mittig im Bruch.


Vor dem Ausschneiden der Schnittmuster, addiere ich an den benötigten Stellen 1cm Nahtzugabe. Auf diese Weise entstehen folgende Schnitteile: Ärmel , Vorderteil im Bruch, Rückenteil im Bruch.


Zusätzlich zu diesen Schnitteilen, schneide ich für den Halsausschnitt und die Bündchen entsprechende Stoffstreifen. Beim Nähen folge ich der Nähanleitung des Starschnitts und siehe da: es klappt - auch ohne passendes Schnittmuster.



FERTIG.